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Geländer aus Edelstahl sind wesentliche Elemente für die Sicherheitskonstruktion. Jetzt nachlesen, was es zu beachten gibt.

Sicherheitskonstruktionen sind wichtige Elemente, um die Arbeitssicherheit in Industrie und Gewerbe zu gewährleisten. Entsprechende Bedienbühnen und Maschinenunterkonstruktionen in diesem Umfeld bestehen in aller Regel aus komplexen Stahlkonstruktionen, die mithilfe belastbarer Geländer eine zusätzliche Absicherung erfahren.

Damit sind Geländer aus Edelstahl unverzichtbare Bestandteile der Sicherheitskonstruktion. Vor diesem Hintergrund tragen Material, Güte und Ausführung von Geländern wesentlich dazu bei, die Arbeitssicherheit in Produktionsumgebungen zu erhöhen.

Edelstahl-Geländer für höchste Ansprüche

Die Aufgaben von Geländern sind mit wenigen Worten umrissen: Geländer dienen der Personenführung und Absturzsicherung von Menschen sowie Gegenständen. Handläufe bieten Menschen die Möglichkeit, Halt zu finden. Das klingt profan und mag im häuslichen Umfeld durchaus auch so sein. Im Industriellen und gewerblichen Umfeld ist der Bau von Geländern immer auch ein Baustein, der Arbeitssicherheit gewährleisten soll. Deswegen verwundert es nicht, dass der Geländerbau streng reguliert ist.

Handlauf, Knie- und Fußleiste – im privaten und öffentlichen Bereich gelten bei Geländern im Hinblick auf die Arbeitssicherheit unterschiedliche Vorschriften. So stehen die Vorgaben zu Öffnungen und Bekletterbarkeit im industriellen Umfeld nicht im Vordergrund. Höchste Anforderungen werden dagegen an die Höhe des Geländers oder die Mindestabsturzhöhe gestellt. So muss ab einer Absturzhöhe von mehr als 500 Millimeter ein festes Geländer montiert werden. Zum Vergleich: Im privaten Bereich wird dies erst ab einer Absturzhöhe von einem Meter verlangt. Weitere Anforderungen an Geländer sind:

  • Industriegeländer müssen eine Höhe von 1,10 Meter aufweisen. Im privaten Bereich reicht dagegen ein Meter aus.
  • Der Abstand zwischen zwei Pfosten darf 1,50 Meter nicht überschreiten.
  • Das Geländer muss über eine Knie- und Fußleiste verfügen. Die Höhe der Fußleiste muss mindestens 100 Millimeter betragen.
  • Der Abstand zwischen Handlauf, Knie- und Fußleiste darf nicht größer sein als 500 Millimeter.
  • Bei der Verwendung lotrechter Füllstäbe muss der Abstand geringer sein als 180 Millimeter.
  • Ist der Handlauf unterbrochen, muss der Abstand mehr als 50 und weniger als 120 Millimeter betragen.

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Geländer aus Edelstahl

Hohen Anforderungen unterliegen Geländer aller Art auch hinsichtlich des Materials. Nicht zuletzt aufgrund der Verschleißbeständigkeit werden Geländer im privaten, öffentlichen und industriellen Bereich bevorzugt aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Legierungen mit Molybdän, Nickel, Titan oder Chrom gewährleisten aufgrund der Zusammensetzung die einzigartigen Eigenschaften des Edelstahls. Der Werkstoff gilt als überwiegend rostfrei und trotzt Witterungseinflüssen erfolgreich, ohne seine haptischen und hygienischen Eigenschaften einzubüßen.

Legierte Stähle sind hart im Nehmen. So sind sie in der Lage, Säure, Salzwasser oder extremen Hitzeeinwirkungen erfolgreich zu widerstehen. Die folgenden Tabellen verdeutlichen, welche Vorteile unterschiedliche Edelstahlsorten bieten:

Geländerbau für höchste Ansprüche benötigt den richtigen Edelstahl

Ferritische Edelstähle

Werkstoffnummern 1.4003, 1.4016, 1.4105, 1.4509, 1.4512, 1.4521

Vorteile Nachteile
Sehr gute Chlorbeständigkeit Nur bedingt schweißbar
Gute Korrosionsbeständigkeit Kann nicht gehärtet werden
Gute Kalt- und Warmumformbarkeit Kann nicht vergütet werden
  Bedingte Zerspanbarkeit
  Geringe Festigkeit

Klassische Anwendungsbereiche für ferritische Stähle sind die Bereiche, Haushalts- und Küchengeräte, Armaturen, Turbinen, chirurgische Instrumente und Wasserbau. Ferritische Edelstähle sind magnetisch.

Austenitische Edelstähle (V2A-Stahl)

Werkstoffnummern 1.4301, 1.4307

Vorteile Nachteile
Sehr hohe Korrosionsbeständigkeit Mögliche Spannungsrisskorrosion
Niedrige Wärmeleitfähigkeit Ausdehnung bei Wärme
Sehr gut zu schweißen Kann nicht gehärtet werden
Gute Kalt- und Warmumformbarkeit  
Säurebeständig  
Temperaturbeständig bis 600°C  

Austenitische Edelstähle werden von Branchen wie der Nahrungsmittelindustrie, dem Fahrzeugbau sowie den Bereichen Haushaltsgeräte, Sanitäranlagen, Geländerbau und für Edelstahlrohre verwendet. Zu den wichtigen Eigenschaften zählt die Tatsache, dass V2A-Stähle nicht magnetisierbar sind. Als Einschränkung gilt zu beachten: Austenitische Edelstähle der V2A-Gruppe sind nicht für den Einsatz in Schwimmbädern und den Kontakt mit Seewasser geeignet.

Für besondere Anforderungen ist der Austenit V4A geeignet. Dem rostfreien Edelstahl werden zwei Prozent Molybdän zugegeben. Im Ergebnis entsteht ein Edelstahl, der deutlich widerstandsfähiger gegenüber Chlor und aggressiven Substanzen wie beispielsweise Salzwasser wird. Vor diesem Hintergrund wird beim Schiffbau, bei Swimmingpools oder Bauteilen, die mit Meerwasser in Kontakt kommen, auf V4A-Edelstähle mit der Werkstoffklasse 1.4404, 1.4571, 1.4435 oder gar Superaustenite wie den 1.4529 zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um seewasserbeständigen Edelstahl. Das ist erkennbar an der PREN (Pitting Resistance Equivalent Number) größer als 32.

Martensitische Edelstähle

Werkstoffnummern 1.4057, 1.4021, 1.4418

Vorteile Nachteile
Hohe Verschleißfestigkeit Lässt sich nicht gut schweißen
Hohe Schnitthaltigkeit  
Kann gehärtet werden  
Kann vergütet werden  
Sehr gute Temperatureigenschaften  
Gute Umformbarkeit  
Hohe Festigkeit  

Nicht zuletzt wegen der hohen Festigkeit kommen martensitische Edelstähle bevorzugt in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau zum Einsatz.

Austenitisch-ferritische Edelstähle (Duplex-Edelstahl)

Werkstoffnummern 1.4362, 1.4460, 1.4501, 1.4452, 1.4462

Vorteile Nachteile
Gute Schweißbarkeit Bedingte Zerspanbarkeit
Hohe Kerbschlagzähigkeit  
Gute Umformbarkeit  
Gute Korrosionsbeständigkeit  

Duplex-Edelstähle vereinen die Eigenschaften austenitischer und ferritischer Edelstähle miteinander. Dadurch ist der Werkstoff prädestiniert für den Einsatz in der Erdölindustrie und alle Anwendungen, die mit Salzwasser in Kontakt kommen.

Edelstahl – gestalterische Möglichkeiten für Geländer

Als Werkstoff bieten Edelstähle weitreichende Möglichkeiten bei der Gestaltung von Geländern. Das liegt zum einen an den beschriebenen Eigenschaften des Edelstahls und zu anderen am optischen Erscheinungsbild. Festzuhalten ist, dass sich nicht rostender Stahl ideal für alle Teile eines Geländers eignet – Pfosten, Füllung und Handlauf. Kombinationen mit anderen Werkstoffen verleihen Geländern häufig sogar das gewisse Etwas.

Vor allem bei Handläufen aus Edelstahl kommen die haptischen Vorzüge des Werkstoffs zum Tragen. Verschleißbeständig. Rostfrei. Und echte Handschmeichler. Hinzu kommen unübertroffene hygienische Eigenschaften, die Edelstahl zum bevorzugten Material machen. Dank guter Umformbarkeit lassen sich ergonomische Erfordernisse an den Treppen-Geländer-Konstruktionen problemlos umsetzen. Rund, oval, eckig – alles ist möglich. Grundsätzlich gilt: Je glatter die Oberfläche, desto schlechter haften Schmutzablagerungen an der Oberfläche des Edelstahls. Gleichzeitig bedeutet das: Je blanker die Oberfläche, desto korrosionsbeständiger ist der Edelstahl.

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Edelstahl – Konstruktionstechniken beim Geländerbau

Für den modernen Treppen- und Geländerbau mit rostfreiem Edelstahl stehen eine ganze Reihe unterschiedlicher Konstruktionstechniken zur Verfügung:

  • Biegen
  • Schrauben
  • Kleben
  • Stecken
  • Schweißen
  • Wasserstrahlschneiden
  • Plasma- und Laserschneiden

Bevorzugtes Schweißverfahren beim Treppen- und Geländerbau mit rostfreien Edelstählen ist das WIG-Schweißen. Das Wolfram-Inertgas-Schmelzschweißverfahren zeichnet sich durch eine besonders saubere Verarbeitung, hohe Nahtqualitäten und seine universelle Anwendbarkeit aus. Oder anders formuliert: WIG-Schweißen erfüllt höchste Ansprüche. Aber auch hier gilt: In der Regel müssen die Schweißnähte mechanisch nachbearbeitet werden. Zu beachten ist weiterhin, eine sogenannte Bimetallkorrosion – also den Kontakt nichtrostender Stähle mit anderen Metallen – zu vermeiden. Andernfalls entstehen durch den Kontakt nichtrostender Stähle mit unlegierten oder niedrig legierten Stählen Fremdrost.

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