Unterbrechung bei Stahl-Lieferungen

Wirtschaftsmeldungen alarmieren: Für den September 2021 notierte das Kraftfahrtbundesamt 196.972 Pkw-Neuzulassungen – und damit ein Minus von 25,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Grund für die Flaute sind nicht etwa eine schleppende Nachfrage, sondern vielmehr weltweite Lieferengpässe.

Ein Blick auf die wirtschaftliche Situation der deutschen Industrie zeigt, dass nicht nur die Automobilindustrie betroffen ist. Bereits im August 2021 hatte eine Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) aufgezeigt, dass Engpässe die deutsche Wirtschaft in ganzer Breite treffen.

Die Umfrage zeigt: Schon im Spätsommer waren knapp die Hälfte der befragten Unternehmen von Lieferengpässen und Preissteigerungen bei Stahl betroffen. Die Dimension der Mangelwirtschaft ist durchaus dramatisch. Für rund 85 Prozent der Unternehmen aus der Metallindustrie ist die Stahlknappheit ein Problem. Auch das Baugewerbe und die Fahrzeugindustrie sind betroffen. Kaum zu glauben aber wahr: Stahl, Edelstahl (V2A) oder rost- und säurebeständige Duplexstähle sind zu einem knappen Gut geworden. Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht.

Weltweite Unterbrechung der Lieferkette von Stahl

Lieferengpässe bei Stahl und Edelstahl nicht absehbar

Im Gegenteil: Frühzeitig warnte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall davor, dass der Materialmangel die Produktion ausbremse. Während die weltweite Nachfrage nach Metallprodukten spürbar zulegte, bremsten fehlende Teile und Materialknappheit die Produktion aus. Die Folge: Schon im Frühjahr sank der Ausstoß um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Im Gegensatz dazu ging die Bundesregierung noch im Juni 2021 von einem robusten wirtschaftlichen Aufschwung aus. Von einer Materialknappheit bei Stählen, Edelstählen (V2A) und anderen rostfreien Metallen war keine Rede.

Kurz zuvor hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier seine Wirtschaftsprognose sogar noch erhöht. Statt drei Prozent sollte die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um 3,5 Prozent wachsen, teilte das Ministerium mit. Für 2022 rechne das Ministerium mit einem Anstieg von 3,6 Prozent. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zitierte Altmaier mit den Worten: „Spätestens 2022 werden wir unsere alte Stärke wieder erreicht haben. Unsere Wirtschaft ist stark, robust und startklar für den Neustart.“

Stahlimporte – kontingentiert oder mit Schutzzöllen belegt

Die Perspektive der Bundesregierung wurde von der Dynamik der Märkte eingeholt. Unterbrechungen der Lieferketten und Inflationsängste bestimmen seither die öffentlichen Diskussionen. Als Ursache für die prekäre Versorgungslage sieht der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung E. V. (WSM) eine Fehleinschätzung. Rund 80 Prozent der Unternehmen sind überzeugt, dass auch die Stahlhersteller mitsamt ihrer Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen die konjunkturelle Entwicklung unterschätzt haben. Verschärft wird diese Situation von fehlenden Importmengen. Aufgrund der starken Binnennachfrage exportiert China beispielsweise deutlich weniger Stahl. Und nicht zu vergessen: Stahlimporte in die Europäische Union (EU) sind teilweise kontingentiert oder mit Schutzzöllen belegt.

Hinzu kommt, dass Lieferketten häufig sogar ganz unterbrochen sind. Ein eindrückliches Beispiel zeigt, wie der globale Welthandel ins Stocken gerät. Im August 2021 wurde ein Terminal des chinesischen Hafens Ningbo für zwei Wochen geschlossen. Ein einziger Corona-Fall war der Grund dafür, dass etwa 1.000 Mitarbeiter am drittgrößten Hafen der Welt in Quarantäne geschickt wurden.

Die Lieferketten waren unterbrochen, die Auswirkungen immens: Die 5,6 Millionen Einwohner zählende Küstenmetropole Ningbo verfügt über den größten Containerhafen der Welt. Allein im Jahr 2020 wurden über 19 Millionen Container abgefertigt und die ganze Welt verschifft. Die Schließung des Terminals steuert ein Fünftel zum Gesamtbetrieb bei und unterbricht die Lieferkette. In Mitleidenschaft gezogen ist auch die Schifffahrt. Schnell stauten sich mehr als 40 riesige Containerschiffe auf dem Meer vor Ningbo. Die Auswirkungen betreffen die ganze Welt. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel beziffert sie wie folgt: Der Welthandel schrumpfte im Vergleich zum Vormonat um knapp zwei Prozent. Indikator für die Unterbrechung der Lieferketten ist übrigens auch die Seefrachtkapazität auf der Route durch das Rote Meer. Die wenig gute Nachricht von dort: Derzeit werden 20 Prozent weniger transportiert als erwartet.

Bessere Versorgung bei Stahl und Edelstahl nicht zu erwarten

Im Anschluss an die Entbehrungen durch die Corona-Pandemie trifft die Problematik der unterbrochenen Lieferketten auf eine hohe Nachfrage der Verbraucher. Ein Beispiel: Im Juni 2021 importierten die USA 20 Prozent mehr Waren als im gleichen Vorjahresmonat. Die enorme Nachfrage trifft auf leere Lager bei den Herstellern. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Lieferketten. Es kommt zum sogenannten Peitschen-Effekt (Bullwhip Effect). Das bedeutet: Nehmen die Bestellungen bei den Händlern zu, so führt dies zu größeren Bestellmengen am anderen Ende der Kette. In Erwartung steigender Nachfrage ordern Händler und Zwischenhändler gewissermaßen auf Vorrat. In Verbindung mit Hafenschließungen sorgt der Peitschen-Effekt dafür, dass sich die logistische Situation auf den Weltmeeren sogar eher noch verstärkt.

RFSG – Liefertreue bei Edelstahl

Gänzlich verhindern lässt sich der Bullwhip Effect in dynamischen Lieferketten nicht, aber eindämmen. Dazu müssten alle Akteure entlang der Handelskette intensiv miteinander kommunizieren und Bestellabläufe transparent machen. Ein Vorgehen, das bei RFSG Tradition hat. Nicht zuletzt aufgrund seiner Lieferfähigkeit von Edelstahlzuschnitten und Duplexstählen verfügt das Unternehmen aus dem Siegerland über eine Reputation, die weit über die Region hinausreicht. Mittelständisch in der Struktur und modern in der Ausrichtung – so lautet das Motto, mit dem RFSG seine Stellung in den Märkten behauptet. Ein Vorgehen, das sich gerade jetzt bewährt.

Das Zusammenwirken des eigenen Hochreallagers mit perfekten Logistik-Dienstleistungen und einer europaweiten Auftragsabwicklung verschafft RSFG in der aktuellen Situation eine weitreichende Handlungsspielräume. Rost- und säurebeständige Edelstähle und Duplexstähle sind bei RFSG verfügbar. Welchen Stellenwert die Lieferfähigkeit angesichts der Situation auf den Weltmärkten hat, zeigt die Tatsache, dass RSFG zurzeit eine wahre Flut an Anfragen zu verzeichnen hat. Als Kriterium tritt die Verfügbarkeit von Edelstahl teilweise sogar hinter den Preis zurück.

Rost- und säurebeständige Edelstähle sowie Duplexstähle aus Europa

Weitsicht in Verbindung mit einer konsequenten Digitalisierung erweisen sich als richtige Schritte, um die Herausforderungen der Märkte – und der Weltkonjunktur – zu bestehen. So verfügt RSFG seit geraumer Zeit über einen eigenen Online-Shop. Die Erfahrungen sind überaus positiv – ebenso wie bei den Kunden. Zum Vorteil gereicht eine weitere

Entscheidung: die frühzeitige Abkopplung von internationalen Abhängigkeiten. Unsere Bleche kommen allesamt aus Europa – ein entscheidender Vorteil, wie sich gerade eindrucksvoll zeigt.

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