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Entwicklungen Nickel-Krise

Das weltpolitische Geschehen und riskante Spekulationen an den Börsen lassen die Rohstoffpreise von Nickel explodieren. Branchenweite Lieferengpässe in der Stahlindustrie können nicht ausgeschlossen werden. Rostfrei-Stahl Geisweid (RFSG) beobachtet die aktuellen Entwicklungen aufmerksam. Dank eigenem Hochregallager und steiler Lernkurve auf Grundlage der Corona-Erfahrungen bleiben die Siegerländer auch in Krisenzeiten lieferfähig.

Für die Wirtschaft werden Ausnahmesituationen zum Regelfall – Krisen zum Tagesgeschäft. Als die weltweiten Handelsbeziehungen durch den Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 in Turbulenzen gerieten, traf dies die Weltwirtschaft bis in Mark. Das Herunterfahren ganzer Wirtschaftszweige und ein Abreißen der weltweiten Lieferketten hatten selbst die größten Pessimisten in apokalyptischen Szenarien nicht berücksichtigt. Getroffen wurden alle Bereiche der Wirtschaft. Nur massive staatliche Interventionen konnten einen Kollaps ganzer Branchen verhindern.

Das Edelstahllager von RFSG im Hintergrund. Im Vordergrund hält jemand ein Ipad.

Zu Beginn des Jahres 2022 standen die Zeichen wieder auf Wachstum. Bezifferten die Wirtschaftsweisen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung das Wirtschaftswachstum noch im November 2021 auf 4,6 Prozent, so wurde diese Marke in der Zwischenzeit auf 1,8 Prozent nach unten korrigiert. Grund dafür ist das weltpolitische Geschehen. Die damit verbundenen Sanktionen verschärfen die Situation. Von den Auswirkungen sind die Stahlindustrie und metallverarbeitende Unternehmen unmittelbar betroffen.

Preise für Nickel explodieren

Nur wenige Tage nach Inkrafttreten der Russland-Sanktionen stellte die Londoner Metallbörse den Handel ein. Der Grund: massive Verwerfungen am Nickelmarkt. Binnen Tagesfrist stieg der Preis für eine Tonne des überwiegend in der Industrie eingesetzten Metalls um mehr als 50 Prozent. In der Spitze lagen die Kosten für eine Tonne Nickel über 100.000 US-Dollar.

Nickel – das chemische Element mit dem Symbol Ni und der Ordnungszahl 28 ist ein bedeutendes Legierungsmetall, das hauptsächlich zur Veredelung von Stählen verwendet wird. Entsprechende Edelstähle sind besonders korrosionsbeständig. Nickel erhöht die Härte, Zähigkeit und Duktilität von Stählen. Nicht zuletzt deswegen kommen mit Nickel legierte Stähle häufig in korrosiven Umgebungen zum Einsatz. Für die Stahlindustrie und stahlverarbeitende Unternehmen ist Nickel deswegen ein wichtiger Rohstoff.

Die Nickel-Nachfrage steigt

Auch ohne die aktuell ausbleibenden Lieferungen stieg die Nickel-Nachfrage. Die Investmentbanker von Macquarie schätzen die weltweite Nachfrage bis 2030 auf rund vier Millionen Tonnen pro Jahr. Zum Vergleich: Derzeit beträgt die verfügbare Jahresmenge an Nickel rund 2,7 Millionen Tonnen. Wachstumstreiber ist die zunehmende Elektromobilität. Zwar werden derzeit rund 86 Prozent des Nickels für Edelstahl und Legierungen verwendet.

Prognosen zufolge steigt der Nickel-Bedarf für Batterien bis zum Jahr 2030 von aktuell fünf Prozent auf 27 Prozent. Als prägende Figur des E-Auto-Herstellers Tesla erkannte Elon Musk die Bedeutung von Nickel bereits im Juli 2020 und richtete einen Appell an chinesische Betreiber von Nickelminen: „Please mine more nickel. […] Tesla will give you a giant contract for a long period of time if you mine nickel efficiently and in an environmental sensitive way.“

Vor diesem Hintergrund ist die Bedeutung von Nickel aus russischen Minen nicht zu vernachlässigen. Die Konflikte in der Ukraine machen Nickel noch knapper – vor allem in Deutschland. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) bezifferte den russischen Anteil am deutschen Gesamtimport auf für den Februar 2022 auf 44 Prozent. Erklären lassen sich die exorbitanten Preissprünge damit allein jedoch nicht.

Experten sind sicher: Die rapide Preissteigerung geht auch auf Spekulanten zurück, die auf fallende Preise gesetzt hatten. Derartige Leerverkäufe geraten ins Schlingern, sobald die Preise entgegen der Annahme steigen, wie es am Märzanfang geschah. In der Folge sind Investoren gezwungen, Nickel zu kaufen. Der Effekt: Die Preise steigen weiter – ein Teufelskreis.

Die Dinge am Laufen halten. Auch in der Krise

Bei Rostfrei Stahl Geisweid (RFSG) beobachtet man die Entwicklung auf den Märkten und an den Börsen aufmerksam. Die Sorge, dass es zu erneut zu Lieferengpässen kommen könnte, treibt die Siegerländer um. Allerdings agieren man aus einer Position der Stärke. Davon ist die Geschäftsführung überzeugt. Schon während der Coronakrise haben die Mitarbeiter gezeigt, wie schnell man in der Lage ist, auf aktuelle Gegebenheiten zu reagieren. Ein offener und transparenter Umgang mit allen Beteiligten hat sich in der Kommunikation bewährt. Unabhängig von äußeren Umständen sind und bleiben wir ein verlässlicher Partner unserer Kunden.

In Netphen-Deuz bleibt man ruhig. Die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten ist schnelllebig. Das kennt man hier. Dennoch ist Nickel als Rohstoff wichtig für die metallverarbeitende Industrie. Allerdings – und das mag paradox klingen – hat das Unternehmen seine Schlussfolgerungen aus der Corona-Krise gezogen. Diversifizierungen in Verbindung mit flexiblen Reaktionsmöglichkeiten haben RFSG vergleichsweise gut durch die letzten beiden Jahre gebracht.

Hinzu kommt, dass RFSG seit jeher mit Weitblick agiert. Branchenweit ist das Service-Center für individuelle Blechzuschnitte gleichbedeutend mit Lieferfähigkeit. Das gilt auch jetzt. Das eigene Hochregallager ist gut gefüllt, wie immer. Wir halten die Dinge am Laufen. Auch in Krisenzeiten.

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