Moderne Schneidverfahren für Edelstahlbleche

Präzise Blechzuschnitte erfordern sichere Prozesse, einen modernen Maschinenpark und Beschäftigte, die ihr Handwerk verstehen. Im Resultat entstehen individuelle Zuschnitte, die mit überzeugender Schnittqualität. Welches Schneidverfahren zum Einsatz kommt, das hängt von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren ab.

SCHNEIDVERFAHREN ENTWICKELN SICH STETIG WEITER

Die Bearbeitung von Metallen reicht bis in die Bronzezeit zurück: Umso erstaunlicher ist es, dass die Entwicklung bis heute immer noch nicht abgeschlossen ist. Im Gegenteil: Ein Blick auf die Fertigungstechnik zeigt auf, dass sich die Ausdifferenzierung des Wettbewerbs über die jeweiligen Fertigungsverfahren vollzieht. Der technologische Fortschritt lässt die Zahl der Verfahren kontinuierlich ansteigen. In der Folge wächst der Grad der Spezialisierung ständig an.

Als Qualitätspartner für individuelle Blechzuschnitte stehen bei Rostfrei Stahl Geisweid (RFSG) die trennenden Verfahren im Fokus. Neben Wasserstrahlschneiden sind dies vorwiegend Laser- und Plasmascheiden sowie Sägen.

Moderne Schneidverfahren für Edelstahlbleche

Wasserstrahlschneiden – schonende und präzise Bearbeitung

Moderne Unternehmen schätzen die vielfältigen Optionen des Wasserstrahlschneidens. Die Praxis zeigt: Das Verfahren, bei dem Metalle mithilfe von Wasser, Druck und feinkörnigem Granatsand getrennt werden, hat alternative Trennverfahren vielerorts verdrängt. Kein Wunder, denn: Wasserstrahlschneiden vereint eine Fülle unterschiedlicher Vorteile auf sich. Wesentlicher Vorteil ist die präzise Bearbeitung ohne Einbringung von Wärme von Edelstählen.

Im Vergleich dazu sind traditionelle Verfahren wie Bohren oder Fräsen vergleichsweise aufwendig. Insbesondere bei austenitischen Edelstählen ist dabei der Einsatz von Kühlschmierstoffen erforderlich. RFSG – die in Netphen-Deuz (Kreis Siegen Wittgenstein) ansässigen Experten für Blechzuschnitte nutzen die Möglichkeiten des Abrasiv-Wasserstrahlschneidverfahrens für präzise Edelstahlzuschnitte.

Abrasiv-Wasserstrahlschneiden für harte und dicke Metalle

Hoher Druck, Wasser und feiner Sand als Schleifmittel – das sind die „Zutaten“, die für einen Abrasiv-Wasserstrahlschnitt benötigt werden. Das klingt einfach, ist aber ein komplexes Verfahren: Die Schneidleistung der Wasserstrahlanlage wird mithilfe einer fein austarierten Kombination aus einem gebündelten Hochdruckwasserstrahl und der abrasiven Wirkung eines feinkörnigen Schleifmittels erzielt.

Die Geschwindigkeit und Qualität des Schnittes kann über eine Veränderung des Drucks und der Partikelmenge im Wasserstrahl gesteuert werden. Im Vergleich zu anderen Verfahren bieten Wasserstrahlschnitte viele Vorteile:

  • Genauigkeit – im Zehntel-Millimeter-Bereich
  • Überzeugende Schnittqualität
  • Geringe Rautiefe
  • Gratfreies Schneiden
  • Kein Nachbearbeitungsbedarf
  • Erreichen engster Toleranzgrenzen

Expertise für präzise Wasserstrahl-Abrasivschnitte

Beim Zuschnitt von Blechen nutzt RFSG die technologischen Vorteile des abrasiven Wasserschneidverfahrens. Dank Doppelkopf-Schneidanlagen können wir mehrere gleiche Teile parallel produzieren. Das ermöglicht es uns zu wirtschaftlichen Konditionen zu fertigen.

Verfahrenstechnische Vorteile sorgen dafür, dass das Abrasiv-Wassertrahlschneiden eine mechanische Bearbeitung in vielen Fällen substituiert hat. So erfordern die hochpräzisen Schnitte nur selten Nacharbeitungen seitens der Kunden. Hinzu kommt: Weil der Schnitt ohne Wärmeeinbringung erfolgt, lassen sich Stähle schonend verarbeiten. Gefügeveränderungen an der Schnittkante sind ausgeschlossen. Dank unserer modernen, effizienten und energiesparenden Schneidanlagen wird so weniger klimaschädliches CO2 emittiert.

Laserschneiden – vielseitig und präzise

Die Möglichkeit, weitgehend oxidfreie Schnitte anzufertigen, bieten moderne Lasertechnologien. Präzises Schneiden von Edelstahlblechen mit unterschiedlicher Materialstärke – dafür steht das moderne Laserschneiden. In der Praxis zeigt sich, dass Laserschneiden vor allem bis zu einer Materialstärke von 20 Millimeter häufig zur Anwendung kommt. Das Funktionsprinzip des Laserschneidens nutzt die physikalischen Eigenschaften gebündelten Lichts. Die durch Bündelung des Strahles erreichte sehr hohe Leistungsdichte bietet ideale Bedingungen, um Edelstahlbleche präzise zu trennen. Was einfach klingt, ist ein komplexes Verfahren.

Beim Laserschneiden von Edelstahlblechen schwingen die Lichtstrahlen im gleichen Takt. In Fachkreisen spricht man von monochromatischen kohärenten Lichtwellen. Durch das Zusammenwirken mit einem parallelen Verlauf der Lichtwellen entsteht ein gebündelter Lichtstrahl. Dieser weist eine hohe Leistungsdichte auf und prädestiniert die Lasertechnologie als Schneidinstrument für Edelstahlbleche. Der eigentliche Laserschnitt erfolgt, indem der Präzisionslichtstrahl auf das Werkstück trifft und dort das Material aufschmilzt bzw. teilweise verdampft. Das verflüssigte Metall wird dann mit einem inerten Gas aus der Schnittfuge geblasen. Nur ein schmaler Bereich am Rand der Schnittfuge wird thermisch beeinflusst.

Laserschnitt – saubere Schnitte mit hoher Geschwindigkeit

Der eigentliche Schnitt ist eher ein Schmelzen oder Verdampfen des Materials. Entlang der Schneidlinie treffen die gebündelten Lichtstrahlen auf das Edelstahlblech. Die Stelle erhitzt sich stark. Der Prozess vollzieht sich mit großer Geschwindigkeit. Durch Ausblasen der Schmelze entsteht eine Schnittfuge. Damit hat der Schnittvorgang begonnen.

Präzise Schneidergebnisse. Saubere Schnittkanten. Die Vorteile des Laserschneidens sind schnell aufgezählt. Hinzu kommt eine hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit. Dank der verfahrenstypischen Präzision ermöglicht das Laserschneiden die Bearbeitung komplexer Umrisse. Nachbearbeitungen sind in der Regel nicht erforderlich.

Plasmaschneiden – Klassiker unter den Schneidverfahren

Edelstahlzuschnitte mithilfe der Plasmatechnologie zählen zu den effektivsten Verfahren, um Bleche aus Metall zu trennen. Plasma bezeichnet ein Gas, das elektrisch leitfähig ist. Der Schnitt erfolgt mithilfe eines thermischen Schmelzprozesses. Bei Temperaturen von rund 30.000 Grad Celsius kommt es zu Schmelzen des Edelstahls. Der abgegebene Plasmastrahl sorgt dafür, dass der Werkstoff präzise in der Schnittfuge schmilzt. Für ein sauberes Schneidergebnis wird die Schmelze gleichzeitig mit einem inerten – also am Schnitt chemisch unbeteiligten Gas – unter Hochdruck aus der Fuge geblasen.

Gute Schnittqualität. Geringe Schnittschrägen. Weitere Vorteile des Plasmaschneidens betreffen die hohe Arbeitsgeschwindigkeit und die Möglichkeit, Schneiddicken von bis zu 150 Millimeter zu erreichen. In Verbindung mit dem Einsatz inerter Gase entstehen saubere Schnittbilder. Grate oder Schlackeanhaftungen treten nur vereinzelt auf. Wichtig zu erwähnen: Trotz der großen Hitzeentwicklung, die bei der Erzeugung des Plasmas entsteht, erwärmt sich der Edelstahl kaum.

Sägen – trennendes Verfahren als Herausforderung

Gerade Schnittkanten. Hohe Genauigkeit. Keine Wärmeeinbringung. Geringe Nachbearbeitungen. Das Sägen von Metallen bietet viele Vorteile. Dennoch stellt das Sägen bis heute eine Herausforderung für viele Unternehmen dar. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass RFSG auf die Leistungsfähigkeit der eigenen Blockbandsäge vertraut. Die Anlage ermöglicht die Bearbeitung von Edelstahlblechen mit Abmessungen von bis zu 6.300 x 3.000 x150 Millimeter.

Sie haben Fragen?

Wir helfen Ihnen gerne weiter

Kontakt

Fields
Message
Datenschutz
Absenden

UNSER NEWSLETTER

Lust auf Post von Rost?

Melden Sie sich zum Newsletter an & wir schenken Ihnen 5€ Rabatt auf ihre nächste Bestellung!

Jetzt anmelden! Nein, Danke